Sie befinden sich hier: Otto von Bismarck Stiftung Standort Schönhausen Erleben Sie befinden sich hier: Exponat des Monats Zierteller mit Portraits der Familie von Bismarck

Standort Schönhausen

Öl auf Holz, vermutlich Mexiko, 1885.
(Dauerleihgabe der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt)

Der Zierteller ist ein Staatsgeschenk von Ignacio Romero Vargas (1835 – 1895), der von 1887 bis 1894 mexikanischer Gesandter in Berlin gewesen ist. In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts erlebt Mexiko einen beachtlichen Wirtschaftsaufschwung. Für das deutsche Kaiserreich wird das Land zu einem wichtigen Handelspartner. Dementsprechend werden auch die diplomatischen Beziehungen vertieft.

Die Vertretung Mexikos in Berlin wird 1887 in den Rang einer Gesandtschaft erhoben und der Posten des Gesandten mit einer angesehenen Persönlichkeit besetzt: Don Ignacio Romero Vargas ist Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Puebla gewesen. Er gilt als begabt, energisch und dem Deutschen Reich gegenüber wohlgesonnen. Bei Kaiser Wilhelm I. und Otto von Bismarck ist er gern gesehen. Dem Reichskanzler macht der Diplomat mehrfach Geschenke. Er soll ihm außer dem Holzteller auch noch eine Krawattennadel mit einer außergewöhnlich großen Perle überreicht haben, deren Form Bismarcks Gesichtszügen geähnelt habe.

Der schlichte Holzteller zeigt die Miniaturportraits der Mitglieder der Familie von Bismarck in einer naiv anmutenden Wolkenlandschaft: in der Mitte Otto von Bismarck, umgeben von seiner Frau Johanna von Bismarck (1824-1894) links über ihm und seinen Kindern, rechts Marie (1848-1926), darunter links Herbert (1849-1904) und rechts Wilhelm (1852-1901).